Mount Rushmore – Entstehung und Beschreibung

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Die Entstehung von Mount Rushmore

Mount Rushmore National Memorial ist mehr ein Produkt von Träumen und Entschlossenheit als die Arbeit eines begabten Bildhauers. 1923 hatte Doane Robinson die Vision eines riesigen Denkmals, das aus Stein bestehen sollte und so groß sein sollte, dass South Dakota endlich bekannt werden würde. Robinson sprach mit den örtlichen Organisationen und schrieb Briefe über Briefe. Viele Menschen in South Dakota glaubten, dass so eine kolossale Skulptur tausende Besucher mit dicken Brieftaschen anziehen würde. Andere fanden diese Idee lächerlich.

Der Bildhauer Gutzon Borglum, einer Amerikas produktivsten Künstler erhielt von Robinson 1924 einen Brief, in welchem Robinson das Projekt vorstellte. Borglum lebte für Visionen, deswegen akzeptierte er Robinsons Angebot.

Man wählte vier große Präsidenten aus, die in Stein gehauen werden sollten.

Karte Süddakota

Borglum machte sich sofort auf die Suche nach Gestein, das den Ansprüchen einer riesigen Skulptur gerecht werden würde. Er und seine Leute kletterten auf Harney Peak. Mit 2.376 Meter ist das der höchste Punkt zwischen den Rocky Mountains und den Schweizer Alpen. Die Aussicht inspirierte ihn.

Hier ist der richtige Ort! rief Borglum. Amerikas Geschichte soll entlang dieser Himmelslinie stehen.

Sein Blick fiel auf die Felsen, die als Mount Rushmore bekannt waren. Sie lagen in südöstlicher Richtung und somit die meiste Zeit des Tages in der Sonne. Außerdem bestand Mount Rushmore aus gutem Granit mit relativ wenigen Rissen. Borglum untersuchte das Gestein und nahm Proben von Mount Rushmore. Jeder Test bestätigte, dass er seinen Berg gefunden hatte.

Im Frühjahr 1927 verbrachte Präsident Calvin Coolidge seinen dreiwöchigen Sommerurlaub in den Black Hills (so nennt man das Gebirge, in dem Mount Rushmore liegt). Am 10. August ritt der Präsident in Cowboystiefeln und einem großen Hut, der ihm von Einheimischen geschenkt wurde, zu dem Berg. Nach der Rede des Präsidenten, kletterte der 60-jährige Borglum auf den felsigen Gipfel und bohrte symbolisch sechs Löcher, mit denen er den Beginn der Arbeiten markierte.

Der Traum von Mount Rushmore begleitete ihn die verbleibenden 14 Jahre seines Lebens und hinterlässt ein Baudenkmal ohne Gleichen. Als die vier Gesichter im Granit sichtbar wurden, begannen die Arbeiter den Traum des Bildhauers Borglum zu teilen. Diese arbeitslosen Bergleute wurden von der Herausforderung gefangen, eine nationale Kostbarkeit zu schaffen. In einer reinen Bauzeit von sechs ein halb Jahren, die zwischen 1927 and 1941 stattfand, beschäftigte Borglum fast 400 Arbeiter aus der Umgebung von Mount Rushmore. Einige bauten Straßen, andere betrieben Aufzüge, schafften Energie oder arbeiteten mit Pressluftbohrern am Berg. Wieder andere sprengten mit Dynamit oder machten Verschönerungsarbeiten an der Skulptur.

Nach Borglums Tod, verbrachte dessen Sohn Lincoln weitere sieben Monate damit, das Bauwerk zu vollenden. Am 31. Oktober 1941 stellte er die Bauarbeiten an der Skulptur ein und lies Mount Rushmore so, wie wir es heute kennen – ein wahres Sinnbild Amerikas.

Mount Rushmore ist weltweit das größte Kunstprojekt. Jedes Gesicht ist mehr als 18 Meter hoch, verglichen mit dem Gesicht der Freiheitsstatue in New York, welches nur etwas mehr als 5 Meter hoch ist. Erstaunlicherweise gab es während der Bauarbeiten keinen einzigen Todesfall sondern nur ein paar Verletzte. Das stellt auch einen Sicherheitsrekord dar, obwohl die Bauarbeiter Dynamit und schwere Technik nutzten.

Die vier Gesichter

Die Präsidenten

1 George Washington

Als Vater des Landes und erster amerikanische Präsident verdiente sich George Washington seinen führenden Platz in dem Porträt. Washington steht als Symbol für die Unabhängigkeit von England und für die parlamentarische Regierung der Vereinigten Staaten.

2 Thomas Jefferson

Jefferson wurde von Borglum sofort mit integriert wegen seiner Vision eines Amerikas, das sich von Küste zu Küste erstreckt. So wie Jefferson am Mount Rushmore dargestellt wurde, blickt er gen Himmel, was seinen Ruf als Visionär und Philosoph verstärkt.

3 Theodore Roosevelt

Der einzige Kandidat der kritisiert wurde, war Theodore Roosevelt, der 26. Präsident. Einige Gelehrte wandten ein, dass Roosevelts Präsidentschaft noch nicht durch die Geschichte beurteilt wurde (er war erst acht Jahre tot). Roosevelt hatte den Traum von Christopher Columbus umgesetzt. Er vollendete den Panamakanal und so wurde der Atlantische mit dem Stillen Ozean verbunden.

4 Abraham Lincoln – Der große Befreier

Abraham Lincoln brachte sich die Rechtswissenschaft im Selbststudium bei, war im Staatsparlament von Illinois und wurde in das Repräsentantenhaus gewählt. 1858 forderte er Senator Stephen Douglas in Debatten heraus und gewann durch Witz und Klugheit die Bewunderung der amerikanischen Bevölkerung.

Englischer Text

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