Lesestrategien – Englisch

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Es gibt eine ganze Reihe von Lesestrategien. Wir zeigen dir hier nur die wichtigsten, denen du beim Englisch lernen begegnest. Weiterhin geben wir dir Hinweise, die du beim Lesen von Texten beachten solltest.

Meistens werden Texte still gelesen, das hat einen guten Grund. Jeder kann so den Text in seinem Tempo lesen.

Ein "Hauptfehler" beim Lesen von Texten ist, dass beim ersten unbekannten Wort gleich nach einem Wörterbuch gegriffen wird. Das ist aber nicht notwendig. Man kann unbekannte Wörter auch aus dem Sinn eines Satzes erschließen. Vielleicht helfen dir auch Bilder im Text oder ähnliche Wörter, die du bereits kennst. Eventuell brauchst du dieses Wort auch gar nicht, um den Satz zu begreifen?

Damit man einen Text richtig verstehen kann, ist es wichtig, die Hauptaussagen (main ideas) des Textes zu kennen. Das kannst du trainieren. Such dir doch einmal auf einer englischsprachigen Nachrichtenseite einen kurzen Text aus. Lies die Überschrift und den ersten Abschnitt besonders gut. Dort ist meistens schon die Hauptaussage "versteckt". Versuch dann, in ein bis zwei Sätzen, die Hauptaussagen zusammenzufassen. Vielleicht so: In diesem Text geht es um ...

Jetzt stellen wir dir zwei wichtige Lesestrategien vor.

Du überfliegst einen Text und willst wissen, ob er z.B. für eine Präsentation geeignet ist.

Du bereitest dich z.B. auf eine Präsentation zu den Aborigines in Australien vor und hast mehrere Texte zur Auswahl. Jetzt möchtest du herausfinden, welcher Text sich für deine Präsentation am besten eignet. Du überfliegst die Texte und findest dabei heraus, worum es in den Texten geht. Achte dabei besonders auf das Layout des Textes, auf Bilder, überschriften und hervorgehobene Wörter.

Diese Lesestrategie nennt man Skimming.

Du suchst in einem Text nach Informationen.

In einem Text sollst du z.B. herausfinden, wie die Indianer in den Südstaaten der USA leben. Du suchst in dem Text nur nach dem, was mit üden und Indianern zu tun hat. Das können neben den Wörtern "South" und "Indians" auch andere Wörter sein, wie z.B. Bundesstaaten im Süden der USA oder die Namen von Indianerstämmen im Süden. Diese Schlüsselwörter (key words) zeigen dir dann, wo du dir den Text besonders genau ansehen musst, um die Informationen zu finden. Markiere dir diese Wörter und lies die Sätze, in denen diese Schlüsselwörter vorkommen, besondern genau.

Diese Lesestrategie nennt man Scanning.

Zusammenfassung

Wenn du diese beiden Strategien gut beherrscht, dann sparst du schon eine Menge Zeit. Und je öfter du Texte liest, desto einfacher kannst du entschieden, wie bestimmte Textarten gelesen werden sollen. Man unterscheidet zwischen Sachtexten und Nicht-Sachtexten (auch fiktionale Texte). Sachtexte erkennst du an den Fakten, die darin enthalten sind. Nicht-Sachtexte sind Geschichten, die einen erzählenden Charakter haben. Welche Strategie du für das Lesen des jeweiligen Textes brauchst, hängt aber nicht nur vom Text ab, sondern auch von der Aufgabe, die dir gestellt wurde.

Beispiel: Du hast fünf Texte und möchtest den Text finden, der sich für deine Präsentation gut eignet. Du überfliegst alle fünf Texte (Skimming) und kannst bestimmt schon zwei oder drei Texte aussortieren. Um aber wirklich den "besten Text" zu finden, kann es auch sein, dass du die verbliebenen Texte noch genauer lesen musst. Das kann bis zum detaillierten Lesen gehen. Dann liest du den Text wirklich Abschnitt für Abschnitt und findest so viele Einzelheiten. Schlüsselwörter helfen dir natürlich auch hier, die Informationen schneller zu finden.


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