Wie meint mein Buch das?

Alles zur englischen Grammatik.
How to deal with English grammar.
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Sheera
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Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Sheera » 21. Apr 2019 20:28

Hallo, und schöne Ostern an alle, 
ich lerne ja immer aus meinen Büchern, wo manchmal, wie ich dank Euch nun weiß auch durchaus noch andere Antworten richtig sind, die nicht im Lösungsteil stehen. Um nicht wegen jedem Kleinkram ein neues Thema aufzumachen, schreibe ich hier mal was hin, was mich wieder gewundert hat: 
1. Aussage: "It's not far to St. Paul's cathedral. The cathedral is on Ludgate Hill; and at some point fleet street becomes Ludgate hill. We should be there in no time."
Hier weiß ich folgendes nicht: 
a) Warum "some point" Das wären doch mehrere, aber dann fehlt das "s" bei ponits. Dann wäre es zudem unlogisch. Warum heißt es nicht "at one point"?
b) "in no time" beamen die sich da hin? Kann nicht sein, sie sitzen im Auto und fahren zu schnell  :). Warum "no time"? Ich hätte "soon, in a few minutes usw". genommen. Ist das eine Floskel, die man benutzt, wenn es sehr schnell gehen wird?
 
2. "In what matter, may I ask?" "It has something to with the investigations into the robbery of the diamond..."
Warum nicht "It has something to do..."? Haben die das "do" vergessen zu drucken, oder asgt man das bei der Frage vorweg so als Antwort?

Wäre super lieb, wenn mir das jemand beantworten könnte. 
Wie immer lieben Dank vorab + viele Grüße
Sheera




tiorthan
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von tiorthan » 21. Apr 2019 23:21

Sheera hat geschrieben: a) Warum "some point" Das wären doch mehrere, aber dann fehlt das "s" bei ponits. Dann wäre es zudem unlogisch. Warum heißt es nicht "at one point"?
Ok, die kurze Erklärung ist, dass "at some point" übersetzt "an einem bestimmten Punkt" ist. Hätte man nur "at one point" dann wäre es "an einem Punkt" ohne das "bestimmt". Beides kann man in dieser Situation sagen, aber "some" ist etwas gebräuchlicher in dieser Situation, wo der Ort theoretisch bestimmbar wäre, aber nicht angegeben ist.

Leider hat die deutsche Sprache das Wort "sum" in der Geschichte verloren, denn das hätte die Erklärung sehr einfach gemacht, es bedeutet im Grunde sowas wie "ein bestimmtes, aber nicht genanntes" und im Kern hat das englische "some" diese Bedeutung auch noch erhalten.

Some ist kein reines Mehrzahl-Wort sondern ein Wort mit identischer Einzahl und Mehrzahl, wie fast alle Adjektive im Englischen. Ob es eine Einzahl oder Mehrzahl angibt, muss man immer aus dem Kontext ableiten.

"at some point" und "at some points" ist beides grammatisch möglich, hat aber natürlich unterschiedliche Bedeutungen
b) "in no time" beamen die sich da hin? Kann nicht sein, sie sitzen im Auto und fahren zu schnell  :). Warum "no time"? Ich hätte "soon, in a few minutes usw". genommen. Ist das eine Floskel, die man benutzt, wenn es sehr schnell gehen wird?
Das ist eine Redewendung. Genauso wie wir etwas erwähnen und dann sagen es wäre nicht der Rede wert, so werden solche Übertreibungen oft benutzt.

 
Haben die das "do" vergessen zu drucken
Jap
You're never too old to learn something stupid.
MistakeSuggestionYou sure that's right?

Sheera
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Sheera » 22. Apr 2019 16:59

Super, klasse, da habe ich ja wieder etwas gelernt!  :D
Ganz lieben Dank für die Erklärungen!  :)
Liebe Grüße
Sheera

Sheera
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Sheera » 14. Mai 2019 18:08

Hallo, ich habe da wieder etwas, was ich nicht verstehe: 
1. Aufgabe: welches der folgenden Wörter passt in welche Lücke:
If the studio finds out that Annie and the boys are friends, she will not be able to go
ich: "anywhere" / Buch: "somewhere" 
or do ich + Buch "anything" without being watched.

Mir leuchtet hier nicht ein: Es ist ja beides eine negative Aussage, weswegen ich beim Ersten "anywhere" genommen habe. 
Ich verstehe daher nicht, warum "somewhere" da richtig sein soll. 
Aber vielleicht beachte ich auch eine Regel nicht?

 2. Aufgabe: Setzen Sie die richtigen Fragewörter ein: 
1. Ich: "what" / Buch: "who" does she work for? > Hört sich für mich sehr fremd an. Sagt man das wirklich so?
2. Ich: "when" / Buch: "why" did she call inspector Hudson? > Kann man nicht beides sagen?

Lieben Dank vorab für Eure Hilfe
viele Grüße
Sheera

Duckduck
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Duckduck » 15. Mai 2019 13:18

Sheera hat geschrieben: Hallo, ich habe da wieder etwas, was ich nicht verstehe: Hi Sheera!
1. Aufgabe: welches der folgenden Wörter passt in welche Lücke:
If the studio finds out that Annie and the boys are friends, she will not be able to go
ich: "anywhere" / Buch: "somewhere" 
or do ich + Buch "anything" without being watched.

Mir leuchtet hier nicht ein: Es ist ja beides eine negative Aussage, weswegen ich beim Ersten "anywhere" genommen habe. Das hätte ich auch!
Ich verstehe daher nicht, warum "somewhere" da richtig sein soll. Das verstehe ich auch nicht, zumal im Folgenden ja auch "anything" verwendet wird. 
Aber vielleicht beachte ich auch eine Regel nicht? Es gibt tatsächlich Ausnahmen zu der Regel:
:watch: In bejahten Aussagen verwenden wir "some" und die mit ihm zusammengesetzten Wörter und in Fragen und Verneinungen "any" und die mit ihm zusammengesetzten Wörter.

So können wir etwa in Fragen, die als Angebot/Aufforderung verstanden werden sollen, "some" verwenden: Would you like some more wine? / Could you lend me some money?
vgl. aber die wirklich als Frage gemeinte Frage: Is there any wine left? / Why don't you ever spend any money on shampoo?

In diesem Fall fällt mir aber keine Erklärung ein, ich stimme Deiner Verwunderung also zu. :jo:

 2. Aufgabe: Setzen Sie die richtigen Fragewörter ein: 
1. Ich: "what" / Buch: "who" does she work for? > Hört sich für mich sehr fremd an. Sagt man das wirklich so? Ja, das tut man tatsächlich. Es bedeutet "Für wen arbeitet sie?" und wäre früher (als noch alles besser war :roll: ) als "Whom does she work for?" vorgekommen. Das ist heute anders, deshalb aber trotzdem nicht falsch. Dein Vorschlag "what" würde nur gehen, wenn z.B. noch ein Substantiv wie "firm/company/side/oranisation" dran hinge.

2. Ich: "when" / Buch: "why" did she call inspector Hudson? > Kann man nicht beides sagen? Kann man, erhält aber eben eine unterschiedliche Bedeutung. Wenn das Fragen zu einem bestimmten Text sein sollen, muss man sich natürlich dran halten, für welches Fragewort der Text eine Antwort bereithält.
Wenn da z.B. steht: 

She called the inspector because she found yet another body in the library ist das Fragewort "why" angemessen, denn die Information ist kausal/begründend.
Aber wenn da steht:
After she had stumbled over yet another body in the library she decided she had had enough and went to the phone to call the inspector dann weist das auf "when" hin, denn die Information ist temporal/zeitlich.


Lieben Dank vorab für Eure Hilfe
viele Grüße
Sheera
Auch liebe Grüße
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Sheera » 15. Mai 2019 18:20

Hallo, Duckduck,
wieder einmal lieben Dank für Deine Mühe! 
Diese Ausnahmeregel bei "some + any" kannte ich sogar. Aber ich dachte, es gibt hier noch eine Weitere, und daher die Antwort das Buches, die ich mindestens 3 x nachgeschaut habe, um zu sehen, ob ich mich wirklich nicht im Lösungsteil verblättert habe, oder in die falsche Zeile gekommen bin. 
Die letzte Frage stammt wieder aus dem Buch (ich lese derzeit zwei verschiedene Sorten) wo schon öfter beides richtig sein konnte. 
Hier ging es um einen Text, wo vorher eine Leiche gefunden wurde. Aber da stand keine Uhrzeit, oder Tageszeit dabei. Von daher erschien mir meine Antwort ja auch besser. 
Klasse, wieder etwas gelernt.  :freu:

Liebe Grüße

Sheera

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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Sheera » 19. Mai 2019 17:45

Hallo,
ich habe heute wieder gelernt, und mich gewundert:
Einsetzen soll man will und would. Ich gebe auch zu, daß ich mir das nicht angelesen hatte, und vermutlich bei den anderen beiden Fragen richtig geraten hatte. Diese waren falsch:
1. If the inspector catches the prince (ist Verdächtiger, aber noch nicht zu 100% sicher der Täter), he ______ ich: would, Buch: will solve the case. >>> kann es sein, daß would =100 % und will = 80% sicher ist?
2. if thew thief escaped, the inspector  ______ ich: will , Buch: would be very angry.

------------------

Präpositionen einsetzen: 
Maybe Steve was used_____ ich: at, Buch: from the beginning. He was the best person to have ____ ich: for, Buch: in the team if you wanted to get the jewels. 
>>> kann man hier nicht auch in beiden Fällen beide Präpositionen einsetzen?

Bin gespannt auf Eure Antworten zur Analyse meiner Fehler.

Danke  und liebe Grüße  Sheera

Duckduck
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Re: Wie meint mein Buch das?

Beitrag von Duckduck » Gestern 10:27

Sheera hat geschrieben: Hallo, Hi Sheera! :)
ich habe heute wieder gelernt, und mich gewundert:
Einsetzen soll man will und would. Ich gebe auch zu, daß ich mir das nicht angelesen hatte, und vermutlich bei den anderen beiden Fragen richtig geraten hatte. Diese waren falsch: Und diesmal sind sie tatsächlich falsch und auch nicht irgendwie als richtig zu deuten. Du bist da nämlich an die Bedingungssätze (if-Sätze / Conditional Clauses) geraten und bei denen gelten feste Regeln, welche Zeitformen jeweils zusammen gehören in Haupt- und Nebensatz (fängt mit "if" an): 

Typ I: Nebensatz Präsens (Present Tense) / Hauptsatz Futur I (will-Future)
If you clean your room now, we will go swimming later. = Wenn Du jetzt Dein Zimmer sauber machst, werden wir später schwimmen gehen.

Typ II: Nebensatz Präteritum (Past Tense) / Hauptsatz Konditional I (Conditional I)
If you cleaned your room now, we would go swimming later. = Wenn Du Dein Zimmer jetzt sauber machtest, würden wir später schwimmen gehen.

Typ III: Nebensatz Plusquamperfekt (Past Perfect Tense) / Hauptsatz Konditional II (Conditional II)
If you had cleaned your room, we would have gone swimming later. = Wenn Du Dein Zimmer sauber gemacht hättest, wären wir später schwimmen gegangen.

:watch: Es kann auch der Hauptsatz zuerst stehen und der Nebensatz folgen, Dann steht kein Komma zwischen ihnen!

:watch: Die drei Typen beschreiben tatsächlich unterschiedliche Sicherheitsgrade, dass etwas (nicht) passieren wird, je nachdem, ob etwas anderes (nicht) passiert.
Typ I -> Es besteht jede Chance, dass der Handlung im Hauptsatz wahr werden wird, wenn die Handlung im Nebensatz passiert.
Typ II -> Die Chance ist bereits kleiner, aber noch vorhanden.
Typ III -> Die Chance ist vertan.


1. If the inspector catches the prince (ist Verdächtiger, aber noch nicht zu 100% sicher der Täter), he ich: would, Buch: will solve the case. >>> kann es sein, daß would =100 % und will = 80% sicher ist? Nein, so stimmt es noch nicht ganz, siehe oben! Es müssen jeweils die richtigen Zeitformen kombiniert werden.
2. If thew thief escaped, the inspector ich: will , Buch: would be very angry.

------------------

Präpositionen einsetzen: 
Maybe Steve was used_____ ich: at, Buch: from the beginning. In diesem Fall geht Dein Vorschlag auch, hat aber eine ganz andere Bedeutung.
"was used at the beginning" = "wurde am Anfang ausgenutzt"
"was used from the beginning" = "wurde von Anfang an ausgenutzt"


He was the best person to have ____ ich: for, Buch: in the team if you wanted to get the jewels. Nnnnjjaaa... Mit etwas Nachdenken geht auch Dein Vorschlag.
"He was the best person to have for the team..." = Für das Team war er die beste Person, die es haben konnte..."
"He was the best person to have in the team..." = "Er war die beste Person, die man im Team haben konnte..."

>>> kann man hier nicht auch in beiden Fällen beide Präpositionen einsetzen?

Bin gespannt auf Eure Antworten zur Analyse meiner Fehler.

Danke  und liebe Grüße  Sheera
Hat wieder Spaß gemacht. Schöne Woche! :big_thumb:
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