Dana Lion says "Hi"

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Pennsylvanian
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von Pennsylvanian »

Hi Dana,

Great to have you here. Your enthusiasm for English is admirable. If you are interested, you could always join one of our Skype conversations. If you are uncomfortable speaking in English still, that's okay too! You could just listen in.

Cheers,
:prost:
Mind your speech a little lest you should mar your fortunes. - William Shakespeare




Dana Lion
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von Dana Lion »

@tiorthan
Deine Meinung in allen Ehren, aber ich habe bis jetzt noch kein Kleinkind gesehen, dass schon zu Sprachbeginn grammatikalisch ausgefeilte Sätze von sich gibt. Es liegt mir einfach am Herzen, ihr von Beginn an beides mit auf den Weg zu geben, Englisch und Deutsch. Ich wäre froh gewesen, meine Eltern hätten das mit mir gemacht. Ich habe zum Beispiel auch schon mit dem Gedanken gespielt, sie in einen englischen Kindergarten zu schicken.

Letztlich geht es doch schlicht darum, ihr schon einmal einen gewissen Grundstock englischer Begriffe beizubringen, wenn sie die ersten Wörter lernt. Und ich versuche ja ebenfalls mich immer weiter zu entwickeln und arbeite stets an meinem Englisch. Und, auch wenn ich in Grammatik vielleicht Defizite habe, so sind sie dennoch nicht so gravierend, dass ich die einfachsten Satzstrukturen nicht beherrsche. Viel mehr braucht es am Anfang doch nicht.

@Keswick
Danke, du hast so recht. Ich denke, auch wenn sie nur schon einmal den Vorsprung hat, dass sie schon englische Begriffe kennt und ein paar Sätze, wenn sie in die Schule kommt und dadurch vielleicht einen kleinen Vorteil hat, dann ist das doch schon viel wert.

@Pennsylvanian
Thank you very much for your encouraging words. I really love English! I try to get better every day. Currently I read the english book "Life's that way by Jim Beaver". It's tough for a non-native speaker but I understand most of it in the context and if I have to read it five times to understand everything, I'll do it.
I'd love to join one of your Skype conversations. I'm gonna install Skype in the next days and try to catch one of your conversations. :wink:
Dare to be different.

tiorthan
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von tiorthan »

Keswick hat geschrieben:Vielleicht sollte man hier im Zusammenhang auch einmal auf das Alter des Kindes und die Intentionen der Eltern achten. Wenn ich einem Kind die Basis der deutschen Sprache beibringe bzw. der Papa ihm die Grundsaetze der englischen Sprache, dann sprechen wir nicht ueber Kontext, Satzstruktur und Co. Nicht im Alter von (beispielsweisen) 1,5 Jahren.
Kinder, die unter Muttersprachlern aufwachsen zeigen bereits vor beginn des aktiven Sprechens ein Erkennen von grammatikalisch richtigen und falschen Strukturen.
Da hoert der Kleine vom Papa "Mom's in the kitchen" und von Mama hoert er "Papa schlaeft". In diesem Alter geht es darum, dass das Kind vom Hoerverstehen kapiert, dass es 2 verschiedene Sprachen sind und es waechst nur langsam in die Grammatik rein.
Kinder wachsen sehr viel schneller in die Grammatik hinein als es in ihrem Sprachgebrauch den Anschein macht. Grammatik ist für einen Erst- und Zweitsprachenlerner ein integraler Bestandteil der Sprache und nichts, was sich nach und nach formt. Sie ist von Anfang an vorhanden und bei normaler Sprachentwicklung auch erkennbar.
Hoerverstehen ist hier glaube ich der wichtigste Punkt. Einsprachig erzogene Kinder kennen ihre Muttersprache auch nur vom Hoerverstehen bis sie in Vorschule und Schule an Schrift, Lesen und Grammatik herangefuehrt werden.
Hörverstehen findet auf sehr vielen Ebenen statt. Richtige Aussprache beherrschen nur sehr wenige Deutsche, aber sie ist ein sehr wichtiger Punkt im Verständnis, sogar Muttersprachler haben oft Probleme andere Dialekte zu verstehen. Es geht ja nicht darum sich mit anderen Deutschen auf Englisch unterhalten zu können, sondern mit Leuten, deren Aussprache, Satzmelodie, Satzstruktur und Vokabular sich drastisch von den eigenen Kenntnissen unterscheiden. Das Problem mit dem Hörverstehen bei Fremdsprachenlernern liegt daran, dass sie die Sprache immer nur von anderen Fremdsprachenlernern hören. Nach nur wenigen Monaten unter Muttersprachlern ist das Problem normalerweise völlig aus der Welt, vorausgesetzt, dass man die Sprache sowieso versteht.
Dana Lion hat geschrieben:@tiorthan
Deine Meinung in allen Ehren, aber ich habe bis jetzt noch kein Kleinkind gesehen, dass schon zu Sprachbeginn grammatikalisch ausgefeilte Sätze von sich gibt. Es liegt mir einfach am Herzen, ihr von Beginn an beides mit auf den Weg zu geben, Englisch und Deutsch. Ich wäre froh gewesen, meine Eltern hätten das mit mir gemacht. Ich habe zum Beispiel auch schon mit dem Gedanken gespielt, sie in einen englischen Kindergarten zu schicken.
Ich weiß nicht, ob du schon einmal eine Sprache gelernt hast, die nicht so nah mit dem Deutschen verwandt ist wie das Englische. Aber seit ich Irisch lerne beschäftige ich mich sehr intensiv zum Beispiel mit Kinderbüchern. Sie sind ein interessantes Material um zu sehen welche Komplexität ein Kind schon verstehen kann. Dabei kann man feststellen, dass nach den reinen Bilderbüchern schon die Bücher kommen, in denen Geschichten in kompletten Sätzen erzählt werden, die von Anfang an die gesamte Palette der Grammatik benutzen, auch wenn die Schachtelungstiefe der Sätze und das Vokabular noch nicht so groß sind.
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Delfino
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von Delfino »

tiorthan hat geschrieben:Hörverstehen findet auf sehr vielen Ebenen statt. Richtige Aussprache ... ist ein sehr wichtiger Punkt im Verständnis, :big_thumb:
sogar Muttersprachler haben oft Probleme andere Dialekte zu verstehen.
So wie heute Englisch über alle Sprachen hinweg die internationale Kommunikation erst möglich macht,
so bedient man sich einer Standardsprache zur nationalen (im eigenen Sprachraum) Kommunikation,
also über alle Dialekte einer Sprache hinweg.

Deshalb wird ja die Standardsprache Hochdeutsch, welche viele Regionen des deutschen Sprachkontinuums überdacht
und eine gegenseitig verständliche Kommunikation der Dialektsprecher ermöglicht, in den deutschen Schulen gelehrt,
in fast allen deutschen Medien benutzt und in vielen größeren (nord-)deutschen Städten sogar im Alltag verwendet. :freu:

In den Schulen des englischsprachigen Auslands wird übrigens auch eine entsprechende Standardsprache (BE, AE, ...) unterrichtet.

Richtige Aussprache beherrschen nur sehr wenige Deutsche, ...
Ich denke wir können von keinem Deutsch- bzw. Englischlehrer (ob Muttersprachler oder nicht) erwarten
die gesamte Bandbreite der Dialekte der jeweiligen Sprache zu kennen und dann sogar zu vermitteln.
Ebensowenig wird wohl kaum ein Muttersprachler erwarten, dass die ausländische Mitmenschen den lokalen Dialekt beherrschen.
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tiorthan
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von tiorthan »

Delfino hat geschrieben:
tiorthan hat geschrieben:Hörverstehen findet auf sehr vielen Ebenen statt. Richtige Aussprache ... ist ein sehr wichtiger Punkt im Verständnis, :big_thumb:
sogar Muttersprachler haben oft Probleme andere Dialekte zu verstehen.
So wie heute Englisch über alle Sprachen hinweg die internationale Kommunikation erst möglich macht,
so bedient man sich einer Standardsprache zur nationalen (im eigenen Sprachraum) Kommunikation,
also über alle Dialekte einer Sprache hinweg.
Darauf wollte ich damit eigentlich nicht hinaus. Der Vergleich zu Muttersprachlern und Dialekten sollte nur deutlich machen, dass man auch bei perfekter Sprachbeherrschung noch Verständnisprobleme haben kann, wenn man nicht an die richtige Aussprache gewöhnt ist. Als Fremdsprachenlerner lernt man in der Regel (durch die anderen Lernenden mit gleicher Muttersprache) eine falsche Aussprache und gewöhnt sich damit an die Fehler, die man ständig hört. Der Unterschied ist in der Regel zwar nicht so groß wie zwischen den einzelnen Dialekten, aber er ist groß genug um bei vielen Lernenden sehr große Probleme zu verursachen, wie ich immer wieder erleben durfte.

Mir geht es in der Diskussion ja auch gar nicht darum, dass man einem Kind nicht auch ein paar Englische Wörter und Sätze beibringen sollte. Be my guest. Mir ging es nur darum, dass man das ganz klar von zweisprachiger Erziehung unterscheiden muss. Ob es dadurch einen positiven Effekt auf späteres Sprachenlernen gibt sei mal dahingestellt, das hängt noch von ganz anderen Faktoren ab, aber es ist auf jeden Fall positiv überhaupt irgendwas im Spiel zu lernen.

@Dana Lion:
Wenn du tatsächlich die Möglichkeit hast, dein Kind in einem englischen Kindergarten unterzubringen, dann solltest du sie ergreifen, denn damit tust du ihr in Sachen Sprachen (und zwar nicht nur Deutsch und Englisch) einen riesigen Gefallen. Du könntest mit deinem Kind zusammen lernen.
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Dana Lion
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Re: Dana Lion says "Hi"

Beitrag von Dana Lion »

@tiorthan
Es ist ja nicht so, dass ich blutiger Anfänger in Sachen Englisch bin. Ich habe zwei Jahre Biologie studiert und der Studiengang war International. Also war dort komplett alles auf Englisch (Lectures, Presentations, Lab Courses etc.). Außerdem war Englisch eines meiner Abiturfächer. Ich lerne also nicht erst seit gestern Englisch.

Und ich lege sehr viel Wert auf gute und richtige Aussprache und habe damit überhaupt keine Probleme, noch nie gehabt. Lediglich bei der Grammatik hapert es manchmal.
Dare to be different.

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